Wir beantworten wieso, weshalb, waarum – Und das täglich
Studenten sind Zeitmillionäre.
Diese Aussage las ich vor einiger Zeit in der Financial Times Deutschland. In diesem moment war mir klar, dass der Autor an die Vorlesungsfreie Zeit und den mehr oder weniger flexibel einteilbaren Stundenpläne dachte als er, so wie ich jetzt vor seinem Computer den Artikel verfasste.
Häufig höre ich, “solche Arbeitszeiten hätte ich gern” oder “ihr habt doch eh so viel frei”. Aber was glauben denn alle macht ein/e Student/in in der Vorlesungsfreien Zeit? Kaffee trinken, in der Nase bohren und auf bessere Zeiten warten?
Wer schon mal versucht hat einen Stundenplan zu erstellen, weiß, dass allein diese Aufgabe Stunden, bzw. Tage in Anspruch nehmen kann. Dann sind da aber noch diese blöden Seminararbeiten, die mal gut 2 Monate vor Abgabe angefangen werden sollte, allein schon aufgrund der umfangreichen Literatur, die dafür genauestens durchgearbeitet werden muss. Nebenbei muss man noch schaun, dass man das nötige Kleingeld für S-Bahnkarte, Bücher und ein bisschen Luxus verdient.
Doch das zeitaufwändigste ist der endlose Papierkram. Ständig muss man sich mit irgendwelchn Dozenten auseinandersetzen, Anträge stellen oder Praktikumsvorbereitungen treffen. Und schließlich sind da noch die Praktika selbst. Für die bekommt man zwar kein Geld, hat damit aber jede Menge Arbeit und zum Teil leider auch Ärger. Und da wir ja in Deutschland sind ist das alles wiederum noch mit einer Menge an Schreibarbeit verbunden.
Und wenn man es dann doch endlich geschafft hat alles notwendige zu erledigen fällt einem ein, dass man ja in der nächsten Woche schon wieder von einer Einschreibung zur Nächsten hetzen muss.
Ich stelle also fest: WIR HABEN DOCH KEINE ZEIT!
Also husch husch an die Arbeit!
Eure Juli
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