Wir beantworten wieso, weshalb, waarum – Und das täglich
Letzte Woche war ich mit meinen Eltern im Biergarten, wo wir eigentlich ganz gemütlich die Sonne genossen, bis wir auf die bevorstehende Hochzeit meiner Patentante zu sprechen kamen. Da brach meine (sehr wohl vorhandene!) konservative Seite aus und ich fing an mich lautstark und sehr vehement gegen meine Anwesenheit bei diesem “EVENT” auszusprechen. Letztendlich endete diese “Rebellion” mit einem Zugeständnis meinerseits und ich sah ein, dass es soooo schlimm eventuell gar nicht werden muss, ABER ich bestand darauf, dass es vollkommen überflüssig sei bei seiner zweiten Hochzeit (mit über 40) noch mehr als 20 Leute einzuladen, weiß zu tragen und ein riesen Aufhebens darum zu machen!
Drei Tage nach diesem für mich doch sehr kindlichen Erlebnis hatte ich meine erste Stunde “integrated skills”. Unser Dozent, Herr Sharp, erklärte uns dort, dass das Seminar sich mit dem Drama als Unterrichtsform beschäftige (zum besseren Üben “realer” Kommunikationssituationen). Daraufhin gab er uns einen Text darüber, den wir als Homework für nächste Stunde vorbereiten sollten. Und dort fand ich folgende Textstelle:
If we take a coursebook character like ‘Mr. Brown’, (…), we will realise that, (…),he also plays a number of different roles during the day.
Und so kam ich zu der Frage: “Spielen wir alle in verschiedenen Situationen nur unsere Rollen?”
Hab ich mich im Biergarten etwa so kindisch verhalten, weil die Situation (mit Mama und Papa) es mir gebot, weil sie mir sagte “du bist das Kind, du darfst/sollst dich daneben benehmen”?
Kennt ihr solche Situationen auch, oder is das völliger Quatsch und ich hab einfach wirklich nur absolut keinen Bock auf diese Veranstaltung?
Bitte helft mir die Situation richtig einzuschätzen! Was meint ihr dazu? Habt ihr euch auch schon mal dabei ertappt, wie ihr nur eine Rolle gespielt habt?
Bye for now
Juli