Wir beantworten wieso, weshalb, waarum – Und das täglich
Letzte Woche war ich mit meinen Eltern im Biergarten, wo wir eigentlich ganz gemütlich die Sonne genossen, bis wir auf die bevorstehende Hochzeit meiner Patentante zu sprechen kamen. Da brach meine (sehr wohl vorhandene!) konservative Seite aus und ich fing an mich lautstark und sehr vehement gegen meine Anwesenheit bei diesem “EVENT” auszusprechen. Letztendlich endete diese “Rebellion” mit einem Zugeständnis meinerseits und ich sah ein, dass es soooo schlimm eventuell gar nicht werden muss, ABER ich bestand darauf, dass es vollkommen überflüssig sei bei seiner zweiten Hochzeit (mit über 40) noch mehr als 20 Leute einzuladen, weiß zu tragen und ein riesen Aufhebens darum zu machen!
Drei Tage nach diesem für mich doch sehr kindlichen Erlebnis hatte ich meine erste Stunde “integrated skills”. Unser Dozent, Herr Sharp, erklärte uns dort, dass das Seminar sich mit dem Drama als Unterrichtsform beschäftige (zum besseren Üben “realer” Kommunikationssituationen). Daraufhin gab er uns einen Text darüber, den wir als Homework für nächste Stunde vorbereiten sollten. Und dort fand ich folgende Textstelle:
If we take a coursebook character like ‘Mr. Brown’, (…), we will realise that, (…),he also plays a number of different roles during the day.
Und so kam ich zu der Frage: “Spielen wir alle in verschiedenen Situationen nur unsere Rollen?”
Hab ich mich im Biergarten etwa so kindisch verhalten, weil die Situation (mit Mama und Papa) es mir gebot, weil sie mir sagte “du bist das Kind, du darfst/sollst dich daneben benehmen”?
Kennt ihr solche Situationen auch, oder is das völliger Quatsch und ich hab einfach wirklich nur absolut keinen Bock auf diese Veranstaltung?
Bitte helft mir die Situation richtig einzuschätzen! Was meint ihr dazu? Habt ihr euch auch schon mal dabei ertappt, wie ihr nur eine Rolle gespielt habt?
Bye for now
Juli
Welcher Student kennt dieses “Problem” undurchsichtiger Vorlesungspläne nicht?! So ziemlich jeder Student kann ein Lied davon singen, besonders wenn er sich in eine Vorlesung begibt, zu der der Prof aus einem unerklärlichen Grund fehlt und er nahezu alleine im Saal steht ![]()
Er schaut also auf seinen Vorlesungsplan und sieht, dass er eigentlich richtig ist. Was er nicht weiß ist, dass auf der Website des Profs ein neuer Termin veröffentlicht wurde, den der arme Student leider noch nicht kennt, da er nicht jeden Tag diese Website besucht. Also sitzt er mal wieder eine Vorlesung ohne Prof ab und freut sich auf die nachfolgende, hoffentlich stattfindende, Vorlesung.
Aber manch Organisation der Vorlesungspläne übertrifft die oben genannte Tatsache und wird so zur unangefochtenen Nummer 1 in Undurchsichtigkeit und Blödsinn.
Das Anmelden für Praktikums oder Übungsgruppen.
Wie kann es sein, dass für derartige Unterfangen 120 Plätze zur Verfügung gestellt werden, jedoch 160 Studenten diese Vorlesung belegen wollen!? Komisch, oder?! So dachte ich auch als ich zum ersten Mal diese Art von Organisation sah und natürlich in der glücklichen Lage war zu den 40 Studenten zu gehören, die einfach zu langsam waren. Also hin zum Prof und fragen, was das Ganze soll. Da der Prof in 99% der Fälle mal absolut keine Ahnung hat was du ihm da verklickern willst, da er das mit den Anmeldungen ja nicht selbst in die Hand genommen hat, schickt er dich weiter zu einem seiner Mitarbeiter. Der erklärt dir dann, dass die Organisation leider irgendwie in die Hose gegangen ist und man einfach kommen soll, wann man will um sich manuell und handschriftlich in eine der Gruppen einzutragen. Dies sei dann allerdings verbindlich. Mal sehn, ob meine Anmeldung dieses Semester geklappt hat, oder ob ich mal wieder keiner Praktikums-/Übungsgruppe angehöre.
So far,
Schleicher
Man oh man,
gestern Abend durfte ich mal wieder feststellen, dass wir Deutschen ein total sinn befreites und vor Allem langweiliges Fernsehprogramm besitzen. Wer zum Henker soll und vor Allem will dieses ganze Serien-tamtam überhaupt noch sehen!? Der eine Sender dreht eine in meinen Augen derart schlechte Telenovela – vielleicht sehe ich das so, weil ich nie länger als 5 Minuten zusehen kann ohne den Zwang zu verspüren das Programm zu wechseln – dass sich die Balken biegen und sogleich zieht der nächste Sender nach um noch eine “bessere” Seifenoper zu kreieren um noch mehr Frauen Abends vor den Flimmerkasten zu locken. Aber das ist ja nur der Beginn der Tragödie. Spätestens um 20:15 Uhr beginnen dann die Art Serien, mit denen ein Mann nicht wirklich etwas anfangen kann, jedoch ist dies glücklicherweise nicht an allen Tagen so und so beschert uns Männern mancher Tag doch manch sehenswerte Serie. Alles in Allem bleibt unser Fernsehprogramm unter der Woche bis auch wenige Ausnahmen sinn befreit und langweilig, besticht jedoch am Wochenende durch oft sehr gute Filme. Wenn man am Programm unter der Woche jedoch noch ein bisschen schrauben könnte wäre ich äußerst begeistert. Manche von euch mögen nun konträrer Meinung sein, da sie zu der Spezies Mensch gehören, die diese Serien mit Wonne sehen, aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und das ist auch gut so…
so far,
Schleicher
Jetzt seid ihr dran: Was sagt ihr zu unserem TV-Programm? Seid ihr auch davon genervt oder seht ihr jedem Serienabend mit Freude entgegen?
Hah, endlich wieder Sommerreifen drauf. Dieser Satz ist momentan fast überall und zudem recht häufig zu hören. Ist ja auch eigentlich ne relativ simple Sache: Schrauben lösen, Auto hochbocken, Schrauben heraus schrauben, Winterreifen runter, Korrosionsschutz auf die Radnabe, Sommerreifen drauf, Schrauben gleichmäßig leicht anziehen, Auto wieder absenken, Schrauben mit Drehmomentenschlüssel festziehen. Fertig! Das noch 3 weitere Male und dann steht der Wagen nach maximal 30 Minuten auf Sommerreifen vor dir. Kosten: Etwas Schweiß und Korrosionsschutz.
Denkste. Nicht runtergebracht hab ich die Scheißdinger. Jetzt aber mal von vorne:
Nachdem letztes Wochenende schönes Wetter herrschte und die Temperaturen angenehm geworden waren, entschloss ich mich Samstags morgens, die Reifen meines Autos zu wechseln. Die Bilder von den in der Sonne glänzenden Felgen und dem anschließenden Ausritt auf deutschen Autobahnen um die Schlappen wieder an den heißen Asphalt zu gewöhnen sah ich schon vor meinem inneren Auge als ich die Radschrauben hinten rechts zu lösen begann und den Wagen aufbockte. Doch als ich die Schrauben entfernt hatte kam die Ernüchterung. Die Felge wollte sich einfach nicht von der Nabe lösen lassen, es half alles nicht. Kein Gummihammer, kein Rückwärsfahren und bremsen, Nichts. Ich lief also los um mir Rostschnelllöser zu besorgen und spühte dann die Nabe fachmännisch und überdosiert damit ein, in der Hoffnung, dass sich nun die Felgen lösen ließe, aber auch das half nichts. Also entschloss ich mich dazu mein Glück bei einem anderen Reifen zu versuchen und machte mich sogleich hinten Links zu schaffen. Doch auch dort ließ sich die Felge nicht dazu bewegen sich von der Nabe zu lösen, selbst gut zureden half nichts. So langsam packte mich also die Wut und als ich das gleiche Problem auch noch bei den beiden vorderen Reifen feststellen musste explodierte ich. Ich fing also an eine Schimpfkanonade loszulassen und den Monteur zu verfluchen, der die Winterreifen montiert hatte, bis mir auffiel, dass es wohl meine Wenigkeit gewesen sein musste, der eben dieses Ritual vollzogen hatte. Doch dann kam mir plötzlich die Erleuchtung in Form eines Geistesblitzes, der mir den Physikunterricht in der Schule vor Augen führte und ich erinnerte mich daran, dass sich Metall bei Hitze ausdehnt und bei Kälte zusammenzieht. Also lief ich wieder los und besorgte Eisspray. Für Alle, die jetzt nicht wissen, was ich vorhatte: Ich wollte die Nabe mit Eisspray einsprühen und die Felge mit einer Heißluftpistole bearbeiten, sodass ein Spalt enstehe und sich die Felge von der Nabe lösen lasse. Gesagt, getan, doch wieder machte mir irgendjemand einen Strich durch die Rechnung. Jemand, der scheinbar wollte, dass ich den Einzelhandel ankurble und mein Auto zum Reifenwechseln in die Werkstatt bringe. Aber nicht mit mir. Doch als sich die Felge nach einer weiteren Stunde schweißtreibender Arbeit immer noch nicht ablösen ließ, warf ich das Handtuch und begab mich mit wehenden, weißen Flaggen in die nächste Werkstatt meines Vertrauens um das Problem in hoffentlich fähigere Hände zu geben. Eine Woche später und knapp 70 Euro ärmer – erwähnte ich schon, dass ich ein armer Student bin, der Hotel Mutti noch sein Eigen nennen darf?! – hatte ich mein Auto wieder. Allerdings mit der Bemerkung des Werkstattmeisters, dass selbst ihm sowas noch nie untergekommen sei und er noch nie so lange zum Reifenwechseln gebraucht habe. Auch versuchte er mir nahezulegen mich bei Winterbeginn lieber gleich wieder bei ihm einzufinden und die Arbeit von fähigen Menschen erledigen zu lassen. Nenene, ohne mich, ich versuchs auch zu Winterbeginn wieder und diesmal wird es klappen
so far,
Schleicher